Muss das denn sein??

Genetik - Verpaarung - sonstige Zuchtthemen
Antworten
Benutzeravatar
Manu
Begleithund
Beiträge: 307
Registriert: Mi 9. Jan 2019, 00:57
Wohnort: Kamenz/Sa.
Hunderasse(n): Labrador-Mix & Boxer
Meine Hunde: Jacky & Sanny

Muss das denn sein??

Beitrag von Manu » Sa 19. Jan 2019, 03:00

:wink: Liebe tut-Nix-Gemeinde
Ich sinniere...seit fast 2 Jahren um die sogenannte Leistungszucht bei den Gebrauchshunden bzw über die Zuchzulassungtauglichkeit bei den Gebauchshunden...insbesondere beim Boxer
Warum zum Henker ist, um züchten zu dürfen, eine IPO Voraussetzung :gruebel:
Warum muss man so dermassen auf Leistung züchten :gruebel:
Ansich nie MEIN Thema,weil es mich nicht betraf.
Aber nun habe ich einen Boxer...der ist/war völlig irre :bleed:
Und ich habe mich mal belesen in diversen Boxergruppen und alles was man hört und ließt..ist...BOXER sind so :geschockt:
Dann habe ich mich mal mit der Zucht belesen und weiß das eben eine IPO Vorussetzung ist...allerdings meine ich auch gelesen zu haben,das es nicht mehr für beide Elterntiere Voraussetzung ist.
Ja ok...der Boxer ist ein Gebrauchshund...von mir aus...aber mittlerweile ist er auch ein Familienhund.Und nicht jeder der diese Rasse toll finden und sich einen Boxer halten möchte,der findet seine Erfüllung auch im Hundesport...wenn Ihr versteht??

Egal wo ich unterwegs bin...sei es im www oder im realen Leben...ich sehe nur Boxer die sich mal so gar nicht im Griff haben. :geschockt:
Neulich auf dem Hundeplatz sah ich einen Boxer...der im Schutzdienst gearbeitet wird...dieser Hund ist schon beim reinen Anblick,des Schutzdiensthelfers(und der hatte noch nicht einmal seine Schutzkleidung an) völlig aus den Pelz gefahren...hat am ganzen Leib gezittert und konnte sich gar nicht mehr auf die Unterordnung konzentrieren...der stand soooooo unter Strom :geschockt:

Ähnliches lese ich auch auf FB in einer Boxergruppe...da sind Leute...junge Familien...die ja eigentlich nur einen Boxer-Famillenfreund wollen und deren Hunde sind so dermaßen reizempfänglich...bei der kleinsten Ablenkung null ansprechbar.

Leute ehrlich ich verstehe es nicht...
So ein "ständig unter Strom" tut doch auch dem Hund nicht gut :sick:

Meine Sanny kommt aus so einer Leistsungszucht und ...mein Gott,wenn ich daran denke in was für einem Zustand ich sie übernommen habe :sick:

echt ich frage mich...muss das sein??
Braucht man das für privat??
Was ist bloss mit den Züchtern los?? Bzw dem Dachverbänden??

Ich hatte das große Glück...Sanny ihren Züchter kennzulernen und als ich ihm sagte,das die Maus schon ganz schön "irre" ist...strahlte er über das ganze Gesicht und meinte:"Die Eltern sind auch so" :geschockt: Und genau dieser Züchter hat die Sanny in eine Familie mit 3 kleinen Kinder verkauft :geschockt:
Ich meine...wie geht das...das paßt doch nicht zusammen...welche Familie braucht so einen Durazellhund


Ich schüttel seit 2 Jahren den Kopf und denke...wem tut man mit sowas einen Gefallen??
Hundesport ist ja schön und gut und klar ist es schön,wenn man da keine Schlaftablette auf dem Platz hat...aber hey...kann man da nicht auch mal anfangen zu differenzieren??
Es gibt ja genug Rassen wo das gemacht wird.

Hier mal ein Beispiel von meiner Sanny...sie ist wirklich bemüht sich zu beherrschen...was aber nur bedingt funktioniert....
Aber schon das ich sie überhaupt von dem Ball abgerufen bekommen...ist ein WUNDER :daumenhoch:

https://www.facebook.com/manuela.mros/v ... 058924699/
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1574
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Hope » Sa 19. Jan 2019, 07:30

Gut ich kenne auch ruhige bixer die dennoch von kkein auf im schutz arbeiten..

Es sind nun mal Gebrauchshunde... Ich dinde es richtig das sie diese Prüfung brauchen. Ist beim Mali und dem DSH ja ebenso. Und auch bier kenne ich ganz viele super tolle und ruhige Familienhunde.
Klar werden die irre wenn sie dann am Platz sind.. Das ist ihre arbeit, die lieben sie... Schutz is für die ein spiel... Wirf vir einem hund der bälle liebt mal bälle rum und hab ihn an der Leine usw.

Was glaubst du wie verrückt Agi Hunde teilweise cor sinem Lauf werden...
Bild

Benutzeravatar
Schlundi
Leitwolf
Beiträge: 3972
Registriert: Sa 9. Mai 2015, 10:37
Wohnort: Obergefranken
Hunderasse(n): KH-Collie
Meine Hunde: Moony, *14.05.2014

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Schlundi » Sa 19. Jan 2019, 11:50

Also, ich kenne mich mit Gebrauchshunden an sich kaum aus.
Ich bin noch in einem anderen Forum, da ist eine Userin, die hat zwei Boxer Rüden. (die war auch mal ne kurze ZEit hier "Hanca")
ALso von den Fotos her sind die recht entspannt, aber sehr spielfreudig.
Also sie hat jetzt wieder nen jungen Boxer, weil ihr Opa-Rüde gestorben ist und der spielt auch mit so einem Ferkelball.
Vielleicht nicht ganz so narrisch, wie deine Sanny.

Aber sie arbeitet mit denen eigentlich nur zu HAuse, früher war sie wohl oft auf dem Hundeplatz, aber jetzt ist sie eher im Garten mit den beiden zu Gange.

Zu den Zuchttauglichkeitsprüfungen:
Im Grunde finde ich das gut.
Also, im Allgemeinen. ein Hund, der zur Zucht eingesetzt werden soll, der sollte auch "getestet" werden, ob er denn rassespezifische Dinge bestehen kann.
Auch vom Wesen her, finde ich das wichtig.

Trotzdem könnte man unterscheiden zwischen Leistungslinie und "normaler" Linie.
Dann gäbe es zumindest ne Auswahl.
Bei Huskies z.B. gibt es ja auch Renn- und Showlinie.

Bei den Collies gibt es sowas z.B. nicht. Also, nicht dass ich wüßte.
Alle Hündinnen meiner Züchterin haben meines Wissens "einfach" bloß paar Ausstellungen machen müssen und Bingo: zuchttauglich.
Und da geht es ja nur ums Optische.
Gut, Hüfte röntgen und auch einige andere gesundheitliche Tests müssen auch gemacht werden.
Aber, ob die vom Wesen her passen. Nix.

Und ein guter züchter sollte den Interessenten ja auch beraten und sagen:
Ja, pass mal auf, der HUnd ist total kirre und braucht viel Auslastung oder so.
Das sollte zumindest so sein.
LG Schlundi
Bild

Benutzeravatar
Minze
Moderator
Beiträge: 3029
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Baden Württemberg
Hunderasse(n): Cavalier, english setter und Weimaraner

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Minze » Sa 19. Jan 2019, 13:25

Ich finde auch dass gebrauchshunderassen immer novh nachweisen sollen, dass sie gebrauchshunde sind. Ich bin kein Fan davon zu jeder Rasse eine arbeitslinie zu züchten und eine Familien und Show Linie. Es gibt so viele rassen, da wird doch sicherlich etwas dabei sein, für eine Familie die, die Rahmenbedingung für einen Hund geschaffen hat. Wer eben kleine Kinder hat muss sich ja nicht unbedingt etwas Körperbetont spielendes ins Haus holen. Oder muss sich dessen bewusst sein und noch mehr dazwischen regeln als man es eh schon zwischen Kind und Hund machen muss.
Dazu kommt noch ein weiterer Punkt. Erziehung nennt sich dieser. Klar ein junger Hund hat viele Flausen im Kopf, dass ist auch gut so. Aber ein Hibbel kann und sollte auch lernen sich zurück zu nehmen. Wenn ich mir die Försterhunde anschaue; die liegen unangeleint unter dem hochsitz. Ob da nun Jogger vorbei kommen, eine gruppe Rehe, Elefanten oder Flugsaurier, der Auftrag lautet „ du bleibst liegen“ und dass machen sie auch ( wenn sie gut ausgebildet sind). Ein Förster kann keinen Hund gebrauchen der sich vor die Flinte wirft oder bei jedem Reiz weg ist. Dieses gute hören ist seine Lebensversicherung. Und wenn es dann los geht und eine nachsuche angesagt ist, zeigt sich der Hund auch triebig.
Mein Hund kann sich gut entspannen. Aber wen ich ihr eine Fährte gelegt habe und sie ihre Ausrüstung anbekommt, dann habe ich einen lauthals japsenden Hund an der Leine, sie ist einfach geil darauf dass es endlich los geht. Sobald sie dann suchen darf, macht sie es leise aber in einem Tempo. Jemand der uns beobachtet muss denken, dass ich es nicht drauf habe. Der sieht nur wie ein japsender Hund mich vermeintlich durch die Gegend zieht, dann was in die Nase bekommt, leise wird und ich 3 -5 Meter hinter dem Hund an der Leine hänge während der Hund eine Spur aufnimmt. Der Zuschauer müsste meinen ich bin total überfordert mit dem Hund. Dass dies kein Spaziergang ist und erst recht kein Alltag sieht er nicht. Genauso die agi border. Die sind total heiß und wirken überdreht. Dabei sind die nicht unbedingt auch im Alltag so. Und so kann eben auch ein Schutzhund auf den Ärmel total heiß sein, aber im Alltag sehr kontrolliert.
Ich denke wer sich für eine Rasse entscheidet, findet Möglichkeiten diese live anzuschauen und zu schauen ob die Rasse nicht nur optisch sondern auch charakterlich überzeugt. Ich las mal in einem Forum von einer, die Franz. Bulldoggen hatte und einen boxer wollte. Sie lernte die Hunde kennen und merkte dass sie so sind wie ihre Bulldoggen nur größer und mit mehr Gewicht. Was dann bei den Franzosen niedlich ist, kann bei einem großen Hund zu anstrengend sein. Darum wurde es bei ihr letzten Endes kein boxer. Ein gewisses Temperament hat ja jede Rasse und wer dieses körperliche nicht so mag, kann sich ja gegen eine Rasse und für eine andere Entscheiden.
Was mich eher erschreckt ist, dass es bei vielen rassen eher Empfehlungen gibt auf was untersucht werden soll, ein muss ist jedoch nicht dahinter. Dass sollte auf jeden Fall strenger werden und es sollte Belastungstests für alle rassen geben. Klar ein Malteser muss nicht die selbe Leistung bringen wie ein Husky, aber es sollte schon klar sein, dass ein Hund soweit fit ist, dass er ne Stunde zügig laufen kann ohne k. O. Zu sein. Bei vielen rassen würde ich mir übrigens wünschen dass es wieder mehr in Richtung arbeitshund geht und nicht Richtung Accessoires. Ein Wesenstest sollte auch für jede Rasse kreiert werden. Klar ein Wachhund darf sich noch mal anders zeigen als ein begleithund. Dennoch darf keiner komplett ausrasten wenn Menschen in 3 Meter Abstand am Hund vorbei joggen oder andere Hunde sich im Umkreis von 4 Metern aufhalten. Ich finde es gibt noch einiges zu optimieren in der Hundezucht.

ameise
Rettungshund
Beiträge: 1189
Registriert: Di 21. Apr 2015, 20:34
Hunderasse(n): DSH-Pinscher-sonstwas-Mix
Mini-Aussie
Meine Hunde: Elvis
Norbert

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von ameise » Sa 19. Jan 2019, 20:32

Ich finde auch dass es noch einiges zu optimieren gibt in der Hundezucht, aber nicht nur im Bezug auf die Hunde, sondern auch in der Überprüfung der Züchter - z.B. was ihre Beweggründe sind zu züchten. Sie sollten verpflichtet sein die Rasse gesundheitlich und wesenstechnisch zu erhalten oder zu verbessern und nicht nur züchten um wahllos zu verkaufen und surreale unsinnige Kundenwünsche zu erfüllen (z.B. moderne Farben die eigentlich gar kein Rassestandart sind, immer plüschigeres Fell bei Collies und Spitzen, keine Nase bei Bullys und Möpsen, immer winzigere Minihunde wie Chihuahuas und teacuphunde oder runterhängender Rücken beim Schäferhund, ...) ohne Rücksicht auf Verluste. Oft geht es nur um die Optik und weil man mit einer Moderasse wie dem Pomchi viel Geld machen kann, natürlich auch um den Profit.
Ich finde da gehört mehr Kontrolle her. Auch dass nicht jeder dahergelaufene Depp "Designerhunde" "züchten" darf. So könnte man auch den Vermehrern entgegenwirken.

Ebenso sollten Züchter rassebezügliche Schulungen machen müssen, wem sie ihre Welpen vermitteln können. Wie sie den richtigen Interessenten herausfinden, wohin ihr Hund passt, was die neuen Besitzer "bieten können" müssen um diese Rasse vernünftig zu halten...

Wichtig fände ich auch, dass zukünftige Hundehalter schon im Vorfeld eine Art Sachkundenachweis machen müssen, damit man sieht dass sie sich auch wirklich mit dem Thema Hund auseinandergesetzt haben und eine Vorstellung davon haben was auf sie zukommt. (Wäre übrigens auch bei Eltern oft kein Fehler bevor sie Kinder kriegen... :lips: )

Man sollte sich als Hundehalter einfach auch bewusst sein, dass man eben keinen Weimaraner holt, wenn man mit den Eigenschaften eines Vollblutjägers nicht klar kommt - egal wie toll man ihn optisch findet.
Wenn ich keinen Bock auf Hundesport oder viel Training und Beschäftigung habe, sondern eigentlich einen faulen Sofahund will, dann kauf ich mir keinen Border Collie nur weil ich es toll finde dass der clever ist und Tricks lernen kann. Wenn ich einen Hund will der gehorsam und leichtführig ist, dann lass ich die Finger von einem kaukasischen Owtscharka usw...

Aber das Alles ist wohl utopisch.

Benutzeravatar
Anakin
Blindenführhund
Beiträge: 783
Registriert: Sa 21. Mär 2015, 20:47
Wohnort: Bei de Wuidn
Hunderasse(n): Saarlooswolfhund
Meine Hunde: Yoda Wakanda Tachunga

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Anakin » So 20. Jan 2019, 00:12

Klar gibt es vieles zu verbessern in der Hundezucht - ich rede jetzt mal "nur" von den FCI-Zuchten oder vergleichbaren Quellen. Aber dass ein Gebrauchshund eine entsprechende Prüfung machen muss finde ich OK. Das Züchten nur noch über optische Merkmale tut keiner Rasse auf Dauer gut (OK, die Begleithunde müssen das immer schon so machen, aber auch da solle neben den optischen Standardmerkmalen auch die rassetypischen Eigenschaften beachtet werden). Dass manche Gebrauchshundrassen immer durchgeknallter werden, liegt vielleicht ebenso wie beim fatalen Übersteigern optischer Merkmale (z. B. keine Nase mehr, immer mehr Fell etc. pp.) daran, dass der Standard in manchen Punkten aufgrund der vermeintlichen oder tatsächlichen Kundenwünsche zu extrem interpretiert wird. Da wird Arbeitswille bis zur Platzkanone gesteigert und das von den Züchtern und Kunden dann bis ins groteske übersteigert, wie eben auch das Fließheck beim Schäferhund oder der Mops mit Minus-Nase. Es wird also falsch umgesetzt. Aber nicht die Tatsache, dass eine Prüfung erforderlich ist, ist falsch. Ein guter Gebrauchshund sollte ja eigentlich nicht irre sein … Aber man löst dieses Problem sicher nicht, indem man die Zuchtzulassung abschwächt.

Benutzeravatar
Manu
Begleithund
Beiträge: 307
Registriert: Mi 9. Jan 2019, 00:57
Wohnort: Kamenz/Sa.
Hunderasse(n): Labrador-Mix & Boxer
Meine Hunde: Jacky & Sanny

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Manu » So 20. Jan 2019, 04:00

:wink: Mädels :love:
Ja alles richtig was Ihr schreibt :daumenhoch:
Und vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt :gruebel:


Ich habe nix gegen die Zuchttauglichkeitsprüfung an sich.Womit ich nicht klar komme...das es immer noch ein "bisschen mehr" sein muss
Mehr Plüsch...mehr Trieb...mehr ich weiß nicht was :kopfklatsch:
Na klar soll ein Gebrauchshund auch ein Gebrauchshund bleiben....dennoch...gerade der Boxer wird auch immer mehr zum Familienhund.
Hier bei uns in der Stadt leben meines Wissens 3 Boxer und NICHT einer davon wird im Schutzdienst gearbeitet und einer lebt in einer Familie mit 2 kleinen Kindern.
Und bitte warum darf ich mir als nicht Hundesportler nicht auch einen Gebrauchshund ins Leben holen dürfen??

Und na klar sollte sich jeder informieren bevor er sich "seinen Hund" einer bestimmten Rasse anschafft und sicherlich gibt es bei jeder Rasse...solche und solche...die eher Gemütlichen und die mit schwerem ADHS

Ja...es hat was mit Erziehung und Impulskontrolle zu tun...aber was tun,wenn Hund an sich weiß wie es geht...sich aber selbst im Weg steht,weil es im Hirn knistert??Da kann man die ersten 3-4 Lebensjahre Impulskontrolle üben ehe man überhaupt was anderes trainieren kann :geschockt:
Ganz ehrlich...wenn ich die Ambition habe, zu welchem Sport auch immer...dann bau ich mir den Hund doch gerne selber von 80% auf 180% auf...und nicht andersrum :zwinker:

Und ich möchte keinen Hund...der in der Arbeit so "irre" ist...das es nach aussen wie Chaos wirkt.
Arbeitsfreude ist schön und gut,aber ich möchte das mein Hund beim arbeiten schon noch weiß was er tut und gerade im Wald bei der Vermißten- suchen nicht völlig gaga durch den Wald springt ohne zu schauen wo er eigentlich langläuft...denn... und das haben wir erlebt...es kann ja auch mal Unrat im Wald liegen oder mein Hund spießt sich an einem Ast auf...keine schöne Vorstellung :sick:
ameise hat geschrieben:
Sa 19. Jan 2019, 20:32
z.B. moderne Farben
Ja beim Labbi...das silber und chocolate :kopfklatsch: :kopfklatsch: :kopfklatsch:
für mich sind Labbis:schwarz,braun und blond und mehr nicht
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1574
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Hope » So 20. Jan 2019, 09:17

Familienhund und schutz schließen sich doch nicht aus? Alle schutzhunde die ich persönlich kenne dsh, boxer, labbi und rotti leben in der familie, teils mit kindern, im bett, auf der couch etc.
Bild

Benutzeravatar
Kräutergeist
Moderator
Beiträge: 3234
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Goslar
Hunderasse(n): Rhodesian Ridgeback
Meine Hunde: Kiki †

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Kräutergeist » Mo 21. Jan 2019, 07:42

Ich denke auch nicht, dass Leistungszucht und Familienhund sich grundsätzlich ausschließen. Der Punkt ist meiner Meinung aber, worauf man bei der Prüfung achtet.
Einen Hund, der derart unter Strom steht, dass er sich nicht mehr auf die UO konzentrieren kann und der nicht anständig runterfährt kann man in der Zucht nicht brauchen. Man braucht einen Hund der die Prüfung sauber läuft. Heißt: Der läuft ne anständige UO, der arbeitet konzentriert und ruhig auf der Fährte, steht auch im Trieb voll im Gehorsam und vorallem kommt er schnell wieder in die Ruhelage - heißt, der muss sich nach dem SD schnell wieder so beruhigen, dass er nett spielt. Auch mit Kindern. So.

Wenn ein Hund so abdreht beim SD dann ist er aus meiner Sicht entweder charakterlich schlicht nicht geeignet oder einfach schlecht/falsch ausgebildet.

Persönlich denke ich aber auch, dass man so eine Leistungsprüfung nicht auf IPO beschränken muss. Da kann man auch andere körperlich fordernde Prüfungen machen. Der Hund könnte z.B. statt IPO ne AD + OB laufen. Da wären Gehorsam (Führigkeit) und körperliche Leistungsfähigkeit auch abgedeckt. Gut, die Trieblage vielleicht nicht, aber so ein Beute- bzw. Spieltrieb ließe sich ja auch im Rahmen eines WT prüfen. Wird doch bei den Retrievern auch gemacht. Da wird geschaut wie der spielt und auch ob er bringt (trägt und zuträgt). Außerdem eben so Dinge wie Schussfestigkeit, Verhalten mit Fremden und in der Gruppe, bei Bedrängnis etc.
DAS wäre mMn wichtig.

Nur auf Optik sollte man auf keinen Fall züchten denke ich. Man sieht ja bei diversen Rassen wo das hinführt...
Bild

Benutzeravatar
Minze
Moderator
Beiträge: 3029
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Baden Württemberg
Hunderasse(n): Cavalier, english setter und Weimaraner

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Minze » Mo 21. Jan 2019, 20:30

Es gibt immer mehr Malis, kangale (kangals?), Beagle und co. in familien. Jedoch muss meiner Meinung nach (es ist nur meine Meinung und es ist nur ne Meinung) keine light Variante von diesen rassen gezüchtet werden. Ich muss auch sagen dass vielen Rassen die light Variante nicht gut tut. Auch die light Variante (z. B. Weimaraner) ist für viele immer noch knackig genug um für eine Überforderung bei vielen zu sorgen, die sich von der light Variante zu viel versprechen. Nicht nur die Optik macht eine Rasse aus, sondern auch der Charakter. Ich würde es sehr schade finden wenn man,nur weil rassen auf einmal beliebt sind, versucht den Arbeitshund weg zu züchten und nur die Optik zu halten oder wieder in ein Show Wahnsinn zu züchten. Also wahnsinnig viel Fell, schwerer Knochenbau etc.
es gibt ja nicht nur die extremen und triebigen rassen, sondern auch rassen die sich einfacher halten lassen.

Benutzeravatar
Kräutergeist
Moderator
Beiträge: 3234
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Goslar
Hunderasse(n): Rhodesian Ridgeback
Meine Hunde: Kiki †

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Kräutergeist » Di 22. Jan 2019, 07:29

Da gebe ich dir Recht.
Allerdings haben sich in unserer modernen Gesellschaft die Anforderungen an Hunde allgemein geändert. Ein Gebrauchshund muss ja nicht zwangsläufig ein "scharfer" Schutzhund sein. Er kann auch ein Mantrailer sein, ein Rettungshund, ein Assistenzhund, ein Blindenhund, ein …
Es braucht sicher keine Light-Variante von irgendwas. Schon gar nicht von so Spezialisten wie HSH etc. Aber wer braucht denn heutzutage schon einen Schutzhund? Kein Mensch. Ist für die meisten reiner Sport. Und für den Dienst nimmt man eh gern andere Rassen. Die eben schneller reif sind und in den Dienst können, die von der Führigkeit vielleicht einfacher sind. Deswegen sieht man doch i.d.R. Malis bei der Polizei und weniger DSH und was ist mit anderen Gebrauchshunden wie Schnauzer, Boxer, Dobi (früher ja auch aus Grund "Gendarmenhund" genannt)? Sieht man (fast?) gar nicht mehr im Dienst. Also klar Leistungsfähigkeit erhalten, aber man muss irgendwo ja auch mit der Zeit gehen.

Ich hoffe man versteht irgendwie was ich meine.
Ich bin ja manchmal nicht gut mit Worten.
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1574
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Hope » Di 22. Jan 2019, 08:49

Also unser Bundesheer hat zb. Die größte rotti zucht weltweit. Auch Labbi und RS, Mali und DSH arbeiten hier.

Mejne Trainerin züchtet Malis.. Da gehen sicher 90% je wurf in Diensthände im In und Ausland. Der Rest in Familien. Nicht jeder Hund eignet sich ja als diensthund... So gibt es da schon beim welpen unterschiede und die gehen dann in familien die dennoch irgendwas mit ihnen arbeiten. Schutzsport besteht ja bitte nicht nur aus dem Ärmel... Ubd der Ärmel is halt hier das was für den border der agi slalom oder die schafe is, für den jagdhund das jadttraining usw. Ein Spielzeug..

Ich kenne sogar nen berner der ipo macht.. Sehr gut sogar
Bild

Benutzeravatar
Manu
Begleithund
Beiträge: 307
Registriert: Mi 9. Jan 2019, 00:57
Wohnort: Kamenz/Sa.
Hunderasse(n): Labrador-Mix & Boxer
Meine Hunde: Jacky & Sanny

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Manu » Mi 23. Jan 2019, 02:21

NEIN! Es muss nicht in "ligth" gezüchtet werden und JA! die Rassetypischen Merkmale sollen erhalten bleiben :daumenhoch:
Aaaaaaaaaaaaaaber nach meiner ganz persönlichen Meinung muss man nicht immer noch mehr wollen...mehr von allem.
Ein Gebrauchshund soll auch ein solcher bleiben,aber er soll eben auch,wenn er nicht arbeitet zur Ruhe kommen können.
Kräutergeist hat geschrieben:
Di 22. Jan 2019, 07:29
Aber wer braucht denn heutzutage schon einen Schutzhund? Kein Mensch.
:daumenhoch: :daumenhoch: das sehe ich absolut GENAU so :daumenhoch: :daumenhoch:
Und für mich ist es kein Sport...sorry..liegt daran das ich Schutzdienstgeschädigt bin,wenn ich sehe wie bei uns auf dem Platz die Hunde gearbeitet werden :kopfklatsch: und ja ich habe es schon mehrfach erleben müssen,das solche Hunde aus dem NICHTS andere Vereinsmitgleider während einer ganz normalen UO-Übung angegangen(Richtung Kehle) sind.
Der einzige Sinn einen Hund im Schutzdienst zu arbeiten ist ,wenn man es aus beruflichen Gründen braucht.
Kräutergeist hat geschrieben:
Di 22. Jan 2019, 07:29
aber man muss irgendwo ja auch mit der Zeit gehen.

:daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch:
Kräutergeist hat geschrieben:
Di 22. Jan 2019, 07:29
Ich hoffe man versteht irgendwie was ich meine.
Ich verstehe Dich absolut,denn ich denke irgendwie meinen wir beide das gleiche :ka:
Bild

Benutzeravatar
Kräutergeist
Moderator
Beiträge: 3234
Registriert: Di 10. Mär 2015, 20:58
Wohnort: Goslar
Hunderasse(n): Rhodesian Ridgeback
Meine Hunde: Kiki †

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Kräutergeist » Mi 23. Jan 2019, 07:18

Letztendlich muss man eben grade beim SD sehr auf den Charakter des Hundes schauen. Und nicht um jeden Preis den Hund arbeiten, nur damit er in die Zucht kann. Nicht jeder Hund eignet sich charakterlich. Das muss man dann unbedingt akzeptieren - egal wie schön der Hund ist oder wie toll die Linie aus der er kommt oder, oder.
DAS sollte immer der wichtigste Punkt bei jeder Arbeit sein.
Bild

Benutzeravatar
Schlundi
Leitwolf
Beiträge: 3972
Registriert: Sa 9. Mai 2015, 10:37
Wohnort: Obergefranken
Hunderasse(n): KH-Collie
Meine Hunde: Moony, *14.05.2014

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Schlundi » Mi 23. Jan 2019, 13:04

Kräutergeist hat geschrieben:
Mi 23. Jan 2019, 07:18
Letztendlich muss man eben grade beim SD sehr auf den Charakter des Hundes schauen. Und nicht um jeden Preis den Hund arbeiten, nur damit er in die Zucht kann. Nicht jeder Hund eignet sich charakterlich. Das muss man dann unbedingt akzeptieren - egal wie schön der Hund ist oder wie toll die Linie aus der er kommt oder, oder.
DAS sollte immer der wichtigste Punkt bei jeder Arbeit sein.
Der Charakter sollte bei jeder Rasse berücksichtigt werden.
Klar, bei SD besonders.
Ich habe das mal fett markiert mit der Linie und Schönheit.
Ich glaube, das fällt vielen Züchtern schwer, weil man steckt ja viel rein in den Hund und dann soll der nciht in die Zucht?
Da baut man den auf und dann für nix.

Ich finde grade bei so kleinen "Gesellschaftshunden" sollte da auch drauf geachtet werden.
Denn da geht es ja im Prinzip nur ums hübsch aussehen.
Und kleine Hunde haben ja auch meistens nen gewaltigen "Schatten". :lips:

Es ist echt ein total interessantes Thema, aber auch zum Verzweifeln.
In so festgefahren Strukturen bewegt sich leider nur wenig.
Komischerweise, denn eigentlich sind ja etliche Probleme (also nciht nur bei Gebrauchshunden) bekannt, aber es muss eben einer anfangen.

Trotzdem stelle ich mirdas schwierig vor, wenn man quasi gegen Windmühlen ankämpfen muss...
LG Schlundi
Bild

Hope
Rettungshund
Beiträge: 1574
Registriert: Do 12. Mär 2015, 12:50

Re: Muss das denn sein??

Beitrag von Hope » Mi 23. Jan 2019, 14:39

Wie gesagt ich kenne viele ipo hunde.. Die meisten sind in Familien.. Und da gibt es keine probleme. Und nicht jeder der schutzsport macht, macht es auch richtig.. Wenn der hund nicht perfekt im Gehorsam steht hat er im SD nix zu suchen. Und Hunde die im richtigen SD ausgebikdet sind gehen auf ddn Ärmel nicht auf einen leeren arm etc.

Diensthunde ist etwas anderes. Aber selbst die dürfen nicht beissen, sondern stellen, umwerfen etc. Im normalfall müssen sie sogar im Einsatz mit MK laufen da sie als Waffe gelten.
Bild

Antworten