Von 3. Hund zu einzelhund

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Minze
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Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Minze » Mo 7. Jan 2019, 00:38

Leider ist Nova nun ja Einzelhund. Als sie noch zu 3. waren, war sie kimanis rechte Hand. Sie hatte so die ausführende Rolle. Sie hat sich stark an der Chefin orientiert.
Nun ist sie alleine und ich bin echt fasziniert wie sie sich entwickelt.
Zum einen ist sie noch kritischer anderen Hunden gegenüber als sie eh schon war. Wobei sie immer noch Welpen und junghunde liebt und mit ihren sehr schön spielt. Bei erwachsen Hunden pöbelt sie nun eher als sie es vorher tat. Für mich ist das jedoch nicht dramatisch. Daran arbeiten wir und es bessert sich auch zusehends.
Zum anderen frisst sie viel langsamer und verschmäht auch eher etwas und versucht Dinge zu verbuddeln. Also den Abendsnack z. B. Dass hat sie vorher nie gemacht.
Dass ist absolut neu. Ich kannte dieses Verhalten so novh gar nicht von meinen Hunden.
Draußen fordert sie gerade sehr viel heraus und hinterfragt die Regeln die es schon ewig gibt. Also fangen wir wieder an, wie bei einem pubertären junghund.
Ich bin jetzt gar nicht so scharf auf Tipps zum Umgang, denn ich bin mir sicher dass wir es wieder mit Konsequenz und Spucke hin bekommen :lachen:
Mich interessiert eher wie sich eure Hunde verändert haben als sich das „Rudel“ aufgrund von Trennung, Tod oder was auch immer verändert hat, sich die Hunde verändert haben. Gab es neue Ticks, alte Ticks die verstärkt wurden, hat euer Hund erst wieder seine Rolle finden müssen, wurde sichtlich getrauert?

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Pixi
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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Pixi » Mo 7. Jan 2019, 19:23

Ich kenne das. Baki war die letzten Jahre nachts mega genervt von Chiaro, weil der Nachts nicht mehr geschlafen hat und 1 1/2 Jahre jede Nacht hin und her gelaufen ist. Da musste ich die beiden trennen. Baki hatte ständig Durchfall und wollte nichts mehr essen. Ich dachte eigentlich immer, dass er mal froh ist wenn Chiaro nicht mehr da ist, aber er hat trotzdem sehr getrauert . Aber nach einiger Zeit ist er aufgetaut und hat wieder an Gewicht zugelegt (er hatte nur noch 23 kg). Er ist jetzt viel entspannter, aber vielleicht auch weil ich bin. Er hat mich viel getröstet. Ohne ihn hätte ich das nicht so leicht geschafft. Kirby hingegen hat richtig getrauert den ersten Tag lag sie nur in ihrem Körbchen mit Blick zur Wand. Die Regeln neu getestet haben sie zum Glück nicht. Baki hat früher Chiaro immer zurück geholt wenn er wegen einem Knall abgehauen ist, die Angewohnheit hat er immer noch, sobald es knallt rennt er los, nur leider ist niemand mehr da den zurück holen kann
Liebe Grüße
Christina mit Baki & Kirby und Chiaro & Pixi im Herzen

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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von RudiMentaer » Mo 7. Jan 2019, 20:13

Ja, das ist eine Umstellung wenn Rudelmitglieder verloren gehen. Tyron wurde ruhiger und gegenüber anderen Hunden distanzierter. Da sehe ich gewisse Parallelen. Die definieren ihre Rolle neu. Und wenn man sie dabei sich selbst überlässt gehen sie auch gerne auf Alpha.

Das Gegenrezept haste ja schon. :smoking:

Grundsätzlich vermeiden kann man Verhaltensänderungen natürlich nicht. Uns verändert es ja leider auch. Das gehört einfach dazu.

Du bist jetzt Du + Kimani. Maja solltest du nicht sein. Weißte eh selbst. :knuddeln:
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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Minze » Mo 7. Jan 2019, 21:46

Interessant wie die Hunde unterschiedlich reagieren, wie kirby die ja richtig offensichtlich getrauert hat. Oder dass Tyron sich von anderen Hunden eher distanziert hat.

Ich finde es ja vollkommen in Ordnung dass Nova sich verändert und austestet. Ich finde es eher spannend. Und natürlich ist es auch anstrengend. Aber vielleicht lenkt das arbeiten mit ihr auch gut ab. Ich nehme mir gerade viel Zeit für sie, spiele viel und übe. Dass schöne ist, dass mir Konsequent sein leicht fällt. Dass macht sich jetzt schon ganz gut bemerkbar.
Ne Maja ist da nicht so hilfreich. Nützt ja nichts wenn ich wie so ein Ober Guru durch die Gegend Schwebe :lachen:
Kimani dagegen hat ihr sehr schnell eine Ansage gemacht wenn Nova doof war. Maja hatte bei ihr 2 Chancen bei der 3. gabs Ärger. Nova bekam sofort Ärger. Gleichzeitig hat sie erlaubt dass sie bei ihr liegen darf, sogar ganz eng durfte sie bei ihr liegen.

Als Nova und ich bei der Freundin waren, hat sie einen neuen Kumpel kennen gelernt , mit dem wurde so wunderbar gezockt. Dass hat richtig gut harmoniert. Georgie, ein Labrador-Boxer- staff mix spielte genauso wie sie. Dass hat mich echt gefreut, dass die beiden so gut miteinander können.

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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Victor » Di 8. Jan 2019, 18:33

Als Pollux 3,5 Jahre alt war, war auf einen Schlag sein Vater weg und er hat alles bis zur Beerdigung mibekommen.
Pollux hat schon am nächsten Tag die Rolle seines Vaters verinnerlicht, aber in seinem restlichen Leben nur noch mit zwei Hunden so ausgelassen gespielt, wie mit seinem Vater.
Er hat sehr lange reflexiv nach seinem Vater gesehen.
In Hundegruppen war er auch bei körperlich deutlich überlegenen Rüden sehr angesehen und hat situativ das Rudel geführt.
Mein Gott, das hört sich an, wien Zeugnis. :kopfklatsch:
Er war auf jeden Fall hoch traumatisiert, weil Chicco einfach so beim Morgenspaziergang tot umgefallen ist.
So etwas verarbeitet man nie, aber er hat sich arangiert. :sick:
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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Minze » Di 8. Jan 2019, 18:42

Ach Mensch dass liest sich auch echt heftig. Wie als wäre die Freude mit dem Tod des Vaters gegangen :sick:
Wie war es denn mit euch? War er da auch so ernst, wie sich dies für mich anhört?

Wie ist dass den mit pflegehunden? Wenn bei einer pflegestelle mehrerer Hunde sind und einer Auszieht und der Kumpel zurück bleibt muss dies ja auch schwer sein, da der zurückbleibende ja gar nicht weiß wo der andere ist. Hat da jemand Erfahrungen?

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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Anakin » Di 8. Jan 2019, 19:19

Yoyo ist ja von Chinook aufgezogen worden, er-zogen kann ich nicht behaupten, weil Chinook total antiautoritär war, der Zwerg durfte einfach alles bei ihr (genau wie bei mir) und sie war immer cool und gelassen mit ihm, hat auch mit ihm gespielt, das wurde allerdings mit dem Alter weniger, weil er ihr doch zu wild war. Yoyo hat sich definitiv stärker an Chinook orientiert als an mir, was, wie ich gemerkt habe, auch seine Erziehung für mich schwerer gemacht hat. Wenn ich z. B. gerufen habe hat er IMMER erst geschaut wie Chinook reagiert. Wenn sie sich zu mir umgewendet hat, kam er auch, wenn sie nicht reagierte, hat er meinen Ruf auch ignoriert. Das wurde dann ein bisschen blöd als Chinook so schwerhörig wurde, dass sie meinen Rückruf nicht mehr hörte, denn Yoyo wusste ja wohl nicht wieso sie nicht mehr auf mich hört und hat's aber einfach nachgemacht. :lachen:

Als Chinook dann starb, hat er, wie ich hier berichtet habe, stark getrauert, besonders als er mit ihr konfrontiert war, auch die Tage danach ging es ihm offensichtlich nicht gut. Dann hat er sich aber viel stärker als zuvor an mir orientiert - was soll er auch sonst machen, er hat ja sonst niemanden. Er wurde noch verschmuster und verspielter mit mir als er ohnehin schon war. Von Testen habe ich nichts gemerkt, aber das hat er sowieso noch nie getan, da ist er nicht der Typ dazu, er ist einfach NUR lieb und nett und freundlich und lustig.

(Allerdings habe ich inzwischen auch eine etwas andere Meinung zu dem Thema "Alpha, Dominanz" etc., ausgerechnet Akin, ein sehr starker, "dominanter" Rüde, hat mich gelehrt, dass bei Typen wie ihm nur ein absolut fairer und respektvoller Umgang zu einem vertrauensvollen Verhältnis und absoluter Verlässlichkeit führt. Vielleicht ist es etwas wolfhundspezifisches, aber sie lassen sich nicht so "drücken" wie viele andere Hunde, sie nehmen das auf die eine oder andere Art übel und das kann gerade bei den Tschechen auch zu dramatischen Ergebnissen führen. Also bin ich, dank dem was ich durch Akin gelernt habe, nur nett und freundlich zu Yoyo. Er ist aber auch empfindlich und würde eine grobe Behandlung nicht vertragen, er ist ein extremer Fiddler und ginge dann zu stark ins Meiden.)

Bald nach Chinooks Tod habe ich ein einziges Mal und auch nur dieses eine Mal, an einem Tag, einen minimalen Hauch von "Rüdengeruch" von Yoyo wahrgenommen (Akin dagegen war "Mr. Testosteron", der hat einen ganzen Raum mit seinem Rüdengeruch - der nichts mit "Hundeln" zu tun hat - ausgefüllt, dass jeder Duftkomponist von Männerduschgels etc. neidisch geworden wäre.) Yoyo wurde tatsächlich minimal "rüdiger". Er hat angefangen, nach dem Markieren zu scharren, das hat er zuvor, solange Chinook da war, nicht gemacht. Aber es ist nicht mehr geworden, er ist einfach kein "Rüdiger" (schade eigentlich, das wäre ein cooler Spitzname, aber es bleibt bei Yoyo doch beim "Zwergi". Akins Spitzname hingegen war "Ernst" oder "Isegrim").

Nun ist es natürlich auch möglich, dass diese Entwicklungen altersbedingt sind und nur zufällig nach Chinooks Tod auftraten, immerhin wurde Yoyo bald darauf vier Jahre alt und das ist natürlich auch das Alter, wo die Wolfhunde erwachsen werden und nochmal einen deutlichen Entwicklungsschritt vollziehen.

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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Snoopy » Mi 9. Jan 2019, 10:15

Luna war ca 4-5 Monate alt, als wir unsern Rocky (Frenchie Rüde) bekamen. Die zwei waren Arsch und Eimer. Sie liebten sich innig, tobten gemeinsam, lagen zusammen, putzten sich. Dazwischen krachte es auch mal (Ressourcen), aber die Spannung verflog auch gleich wieder.
Rocky wurde vergiftet und starb elendig in der Tierklinik. Wir nahmen Luna mit, als wir uns von dem toten Buben verabschiedeten. Sie ging normal hinein, sah Rocky, schnupperte - Schwanz und Kopf unten. Luna trauerte grausam... 3-4 Monate war sie richtig depressiv und ich machte mir ernsthaft Sorgen um sie.
Doch es wurde besser und sie wieder ein fröhlicher Hund.
Grundsätzlich ist Luna eher ein Einzelhund, sie braucht niemand anders neben sich. Sie akzeptiert bestimmte Hunde (Urlaub usw), aber sie selbst braucht niemand.
Verhaltenstechnisch konnte ich keine Veränderung fest stellen.
Luna hat ja oft den Hund meiner Mama um sich oder auf Arbeit unseren Mops.
Zu Hause ist sie in der Regel alleine.
Liebe Grüße Tina

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Victor
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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Victor » Mi 9. Jan 2019, 21:04

Minze hat geschrieben:
Di 8. Jan 2019, 18:42
Ach Mensch dass liest sich auch echt heftig. Wie als wäre die Freude mit dem Tod des Vaters gegangen :sick:
Wie war es denn mit euch? War er da auch so ernst, wie sich dies für mich anhört?
Die Freude kam wieder, aber eben nie mehr so.
Ein Skeptiker war er aber schon vor Chiccos Tod.
Danach war er mit ner Art natürlicher Autorität ausgestattet, was sich in recht komischen Sequenzen in aufgeladenen Situationen in der Meute zeigte. Pollux hat das oft unblutig und gesichtswahrend auflösen können.
Er konnte einem unglaublich gut auf die Nerven gehen, wenn er was durchsetzen wollte. :vulcan:
Vollkontaktkuscheln mit Hector und Iva gabs aber schon auch noch, nur eben ausgelasen spielen wollte eben kaum ein anderer Hund mit ihm.
Das haben sich eben nur zwei Hunde getraut - der Bracke-Mix meiner Base und ne süße Airdale-Dame.
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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Minze » Mi 9. Jan 2019, 22:52

Wenn ich mir dass so durchlese bekomme ich den Eindruck, dass bei manchen Hunden die eh schon vorhandenen Charakterzüge oder Eigenschaften nach so einer Situation verstärkt werden. Dass finde ich spannend. Aber auch dass manche Hunde wohl auch damit wachsen und in eine Rolle geraten die sie durch den althund nicht eingenommen hätten.

Es ist echt spannend. Ich erzählte ja das Nova gerade sehr kritisch andere Hunde beäugt. Heute war sie so wahnsinnig offen, wir haben einiges an Hunden getroffen: Dackel, Pudel, galgo mix, Border Collies, Beagle und einen Boston Terrier. Neben mir war ein äußerst freundliches Tier, welches jeden Hund freudig begrüßen wollte. Kann mir dass mal jemand erklären? Und vergraben wird gerade auch nichts, den abendsnack verspeißt madame gerade im Körbchen.

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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Victor » Do 10. Jan 2019, 10:46

Minze hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 22:52
Kann mir dass mal jemand erklären?
Nova orientiert sich in der Zeit nach vorne, weil sie mit der Vergangenheit abgeschlossen hat.
Es war der natürliche Lauf der Dinge und sicher haben Kimani und Maja von jenseits der RBB verlauten lassen, dass sie sich weder grämen noch fürchten soll. :love:
Es ist halt ein kompletter Neuanfang und Nova macht sich ab jetzt ihr eigenes Bild der Welt.
Sehr spannend.
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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von Chinita » Mi 16. Jan 2019, 17:50

Das Thema erwartet mich wohl bald auch. Ich habe das erste mal zwei Hunde.
Beide waren noch nie alleine. Wir haben uns schon mal überlegt, ob wir uns demnächst noch einen Hund zulegen.
Aber das will sehr gut überlegt sein. Wenn es nach meinem Mann ginge, hätten wir schon einen dritten, aber ich bin mir da noch nicht ganz so sicher.
Mal sehen was die Zeit bringt.

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Re: Von 3. Hund zu einzelhund

Beitrag von ameise » Sa 19. Jan 2019, 21:06

Minze hat geschrieben:
Di 8. Jan 2019, 18:42

Wie ist dass den mit pflegehunden? Wenn bei einer pflegestelle mehrerer Hunde sind und einer Auszieht und der Kumpel zurück bleibt muss dies ja auch schwer sein, da der zurückbleibende ja gar nicht weiß wo der andere ist. Hat da jemand Erfahrungen?
Ich hab die Pflegehunde mit Elvis vom Transport abgeholt und ich hatte Elvis in der Regel dabei, wenn ich den Pflegi im neuen Zuhause abgeliefert habe oder war Elvis zumindest bei der Vorkontrolle dabei bevor der Pflegi dann bei uns abgeholt wurde.
Er wusste also wo die hingekommen sind wenn sie weg waren.

Elvis war immer mehr oder weniger traurig wenn die Pflegehunde weg waren. Sein Verhalten hat sich bei jedem Neuankömmling geändert und er hat sich auf den Neuen eingestellt und angepasst. Den einen mochte ee mehr, den anderen weniger und beim Einen ließ er für ihn total untypische Dinge zu, während der Andere sich Manches nicht erlauben durfte... Das war immer sehr interessant zu beobachten!
Letztendlich machte ihm das hin und her, der ständige Wechsel und sich neu einlassen müssen und wieder verabschieden müssen schon sehr zu schaffen. Deshalb haben wir uns auch für einen Zweithund für immer entschieden.

Wenn wir heute frühere Pflegis treffen, erkennen sie uns auch wenn wir uns schon ein Jahr nicht getroffen haben und sie freuen sich alle ausnahmslos! Auch Elvis freut sich wenn er einen seiner ehemaligen Kumpels sieht.

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